Home: Warum ich nicht mitten in der Innenstadt wohnen will

Das urbane Leben hat seine Vorzüge. Alles ist und muss schnell erreichbar sein, die Einkaufsmöglichkeiten, die Ärzte, die Uni, die Arbeit. Einfach alles zu Fuß oder kurz mit dem Bus zu erreichen. Nicht zu letzt gehört die Urbanisierung zu den aktuellen Megatrends.

Ich wohne in einer sehr großen Stadt am Rhein und möchte dies auch nicht mehr missen. Als Wahldüsseldorferin laufe ich gerne vergnüglich am Rhein entlang, gehe in der Altstadt gerne shoppen, entdecke individuelle Läden in Flingern oder probiere neue Restaurants aus. Düsseldorf hat die schönste Rheinpromenade, man kann vom Medienhafen bis zu den Rheinwiesen in einem druch laufen und hat dabei einen wunderbaren Blick auf das breite Flussbett.

Doch mitten in der Innenstadt möchte ich nicht wohnen. Wieso?

Die Vorteile habe ich bereits kurz erörtert, man hat eine prima Infrastruktur wenn man direkt in der Innenstadt wohnt und alles, was man braucht ist unmittelbar erreichbar.

Die Nachteile überschatten die Vorteile in großem Maße. Zumindest für mich. Denn die bevorzugte Wohngegend ist natürlich Geschmackssache. Jeder Mensch hat andere Bedürfnisse, so auch bei der Wahl des Wohnortes.

Zurück zu den, meiner Meinung nach, Nachteilen. Der praktische, öffentliche Nahverkehr ist prima, aber wenn man auf ein Auto angewiesen ist, aus welchen Gründen auch immer, ist es in der Innenstadt schwierig, einen Parkplatz zu finden.

Parkplätze sind Mangelware in Großstädten. Es ist nervenaufreibend und anstrengend und stresst. Wenn man eine Tiefgarage hat, die zum Haus gehört, ist das wiederum sehr praktisch.

Ein weiterer Nachteil ist der Lärm. Das unterschätzen viele Leute. Sie wohnen in inmitten der großen Stadt, an breiten Straßen und belebten Plätzen. Über Jahre hinweg macht sich der Lärm bemerkbar in Form von Stresssymptomen, die wir vielleicht dem Lärm gar nicht erst zuordnen, da dies eher unbewusst vom Körper wahrgenommen wird.Vor allem nachts, wenn irgendwelche wild gewordenen Raser durch die Straßen sausen, stört das den Schlafrhythmus.

Autos, Lärm, Abgase. Der dritte Punkt ist die unangenehme und schlechte Luft der Innenstadt. Wie bei den lauten Geräuschen merkt man bei der Luft erst nach Jahren die Schäden, die sie anrichten kann. Der Feinstaub wird von vielen Leuten nicht so ernst genommen und unterschätzt. Aber ich möchte das nicht ständig einatmen müssen.

Ok, das hört sich jetzt so an, als ob ich gleich in die Eifel ziehen will, oder an einen anderen Ort, an dem nichts los ist.

Aber dem ist ganz und gar nicht so. Ich lebe gerne am Rand. Am Rande der Stadt, dort, wo es noch richtig grün ist. Ich rede nicht von kleinen Grünflächen hier und da, sondern von einem richtigen, großen Wald. Wo man länger als ne Stunde braucht um durch zu joggen. Mit richtig vielen Bäumen und sauberer Luft. Mit Naturgeräuschen und kleinen Bächen. Romantisch-kitschig. Aber das tut so gut, durch den Wald zu laufen.


Eine Oase!

Das Grün der Blätter alleine ist schon eine super Sache. Oder das ganze bunte Laub, wenn man im Herbst dort spazieren geht. Ich liebe die Natur einfach. Ich brauche Natur in meiner Nähe, ansonsten werde ich ganz hibbelig. Ohne einen Wald in der Nähe, hätte ich keine Lust, selbst in die tollste Wohnung der Welt einzuziehen. Das würde mir keinen Spaß machen, wenn ich mich erst in die Bahn oder ins Auto setzen müsste um ins Grüne zu fahren. Ich muss da zu Fuß hingehen können.

Natur entspannt. Menschen zieht es immer nach draußen, vor allem in der warmen Jahreszeit. Und der Wald bei mir um die Ecke ist einfach toll, dort gibt es sogar einen Trimm-Dich-Pfad, der viel Spaß macht und ein großer See ist ebenfalls in der Nähe. Dort ist es allerdings sofort rappelvoll, wenn sich die Sonne blicken lässt.

Ich finde es großartig, wenn man genau zwischen Stadt und Land wohnen kann. Diese Plätzchen sind nicht nur bei mir beliebt, besonders Familien lieben es, nah an der Natur zu sein und dennoch mobil zu bleiben, mit der Stadt ganz in der Nähe.

Hast du auch etwas Grünes in der Nähe? Oder ist dir das egal? Als Student nimmt man ja eh, was es gerade gibt. Da hat man kaum irgendwelche großen Auswahlmöglichkeiten. Ich freu mich auf deinen Bericht 🙂

xxx

Anja

 

 

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